xinying Zhang Art

Statement

Zwischen den Grenzen

Xinying Zhang wurde in Hebei, China, geboren und lebt und arbeitet heute in Bonn, Deutschland. Sie erhielt eine fundierte künstlerische Ausbildung und bewegt sich in ihrer Praxis zwischen der Tradition der chinesischen Tuschemalerei und zeitgenössischen westlichen Ausdrucksformen. Dabei entwickelt sie eine Bildsprache, die sich zwischen Abstraktion und Andeutung entfaltet und von innerer Spannung getragen ist.

Ihre künstlerische Arbeit folgt keinem linearen Weg, sondern hat sich aus wiederholten Erfahrungen an den Grenzen der Existenz heraus entwickelt.
Im Jahr 2016 führte eine plötzliche hypertensive Krise sie an die Schwelle zwischen Leben und Tod.

Sie wich nicht zurück.

Unter extremen Bedingungen entschied sie sich, die Konsequenzen zu tragen – mit dem eigenen Körper als Einsatz, um eine andere Form von Leben zu ermöglichen.
In einem langen und belastenden Prozess erlebte sie irreversible Verluste und existenzielle körperliche Grenzerfahrungen und setzte ihr Leben unter anhaltender Unsicherheit fort.
Diese Erfahrungen veränderten ihr Verständnis von Körper, Zeit und Existenz grundlegend.
In dieser Situation wurde Kunst zu einer Form des Weiterbestehens.
In ihren Arbeiten transformiert sie Erfahrungen, die sich kaum artikulieren lassen, in eine Form, die wahrnehmbar wird.

Seitdem hat sich ihre Praxis grundlegend verschoben –
weg von der reinen Form hin zu einer Auseinandersetzung mit Fragilität, Vergänglichkeit und Erneuerung.

In ihren Bildern tragen Farben emotionale Intensität, während Strukturen Spuren von Zeit speichern.
Jede Schichtung ist eine Transformation von Erfahrung, jede Veränderung eine erneute Setzung von Existenz.
Ihre Arbeiten geben keine Antworten, sondern eröffnen einen Raum der Wahrnehmung innerhalb von Ungewissheit.

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