Künstlerbiografie
Xinying Zhang...
… wurde in der Provinz Hebei, China, geboren und lebt und arbeitet heute in Bonn, Deutschland. Sie erhielt eine fundierte künstlerische Ausbildung und widmet sich der Verbindung von östlicher Tuschmalerei mit westlicher zeitgenössischer Ausdrucksform. Ihre Arbeiten entstehen überwiegend in Acryl und Mixed Media und zeichnen sich durch eine starke emotionale Spannung aus.
Am Rand zwischen Leben und Tod wich sie nicht zurück.
Zwischen Risiko und Preis entschied sie sich für das Aushalten – auf Kosten ihres eigenen Körpers, um eine andere Möglichkeit von Leben zu bewahren.
Im Jahr 2016 wurde sie durch eine schwere hypertensive Krise an die Grenze zwischen Leben und Tod geführt. In dieser existenziellen Situation entschied sie sich bewusst gegen den einfacheren Weg der Selbstsicherung und begann frühzeitig mit der Dialyse, um das Leben ihres ungeborenen Kindes so lange wie möglich zu schützen.
In einem langen und belastenden Prozess war sie extremen körperlichen und seelischen Herausforderungen ausgesetzt. Trotz aller Anstrengungen verlor sie schließlich beide Nieren sowie ihr ungeborenes zweites Kind. In der Folge war sie über einen längeren Zeitraum auf Dialyse angewiesen und musste sich mehreren Operationen unterziehen, während sie sich an der Grenze körperlicher und mentaler Belastbarkeit bewegte.
Ende 2017 erhielt sie eine Nierentransplantation und begann ein neues Leben – begleitet von lebenslanger Medikation und deren Nebenwirkungen, mit denen sie bis heute lebt.
Inmitten von Schmerz und Ungewissheit wurde die Kunst zu ihrer Form des Weiterlebens.
In ihren Arbeiten verwandelt sie existenzielle Erfahrungen in sichtbare Form.
Diese Erfahrung führte zu einer grundlegenden Wende in ihrem künstlerischen Schaffen. Ihre Arbeiten wenden sich nicht mehr primär formalen Fragestellungen zu, sondern thematisieren die Fragilität, Vergänglichkeit und Möglichkeit von Neubeginn.
Farbe wird zum Träger emotionaler Bewegung, Struktur zum Ausdruck von Zeit und Erfahrung. Jede Schichtung steht für Transformation, jede Veränderung für die Möglichkeit eines Weitergehens.
Sie beschreibt sich selbst als glücklich, weiterleben zu können – im Austausch mit ihrer Familie, im Begleiten des Aufwachsens ihres Kindes und in der Möglichkeit, durch Kunst einen inneren Halt zu finden und die Kraft der Liebe weiterzugeben.
Ihre Werke lassen ein inneres Licht entstehen und ermöglichen es, auch im Ungewissen weiterzugehen.
✦ Jahresprojekt 2025
„Zwischen den Grenzen – 2025“
Dieses Projekt folgt dem Motiv der „Grenze“ – zwischen Leben und Tod, zwischen Körper und Geist sowie zwischen kulturellen Räumen. Ausgehend von persönlicher Erfahrung entwickelt sich ein künstlerischer Prozess, der von innerer Wahrnehmung hin zu interkultureller Verbindung führt.
✦ Ausstellungen
Phase I (03–06/2025)
„Inspiration und Sehnsucht“
Diese Ausstellung widmet sich inneren emotionalen und existenziellen Zuständen. Durch die Überlagerung von Farbe und Struktur entstehen Bildräume, die Wahrnehmung, Spannung und Unsicherheit sichtbar machen.
Im Rahmen der langfristigen Zusammenarbeit und der kontinuierlichen Impulse der Kuratorin Rosemarie Bassi entwickelte sich diese Ausstellung schrittweise und wurde schließlich realisiert.
Phase II (08–10/2025)
„Fusion – Grenzenlose Kunst“
Aufbauend auf der ersten Phase erweitert sich der Fokus hin zu interkulturellen Fragestellungen. Die Ausstellung wurde gemeinsam von der Kuratorin Rosemarie Bassi und dem Leiter des Bonner Büros des Bundeswirtschaftssenats konzipiert und realisiert und markiert eine weitere Ausweitung ihres künstlerischen Ausdrucks im interkulturellen Kontext.
✦ Kooperationen und Ausstellungen
Seit 2018 bis 2025 arbeitet sie kontinuierlich mit der Kuratorin Rosemarie Bassi zusammen. In dieser Zusammenarbeit entwickelte sich ein nachhaltiger künstlerischer Dialog im europäischen Kontext.
2020 nahm sie gemeinsam mit Bassi an der Frankfurter Kunstmesse teil und erweiterte damit ihre Präsenz im europäischen Kunstfeld.
Im Jahr 2025 wurden ihre Einzelausstellungen in Deutschland präsentiert, fanden große Resonanz und führten zur Aufnahme mehrerer Werke in private Sammlungen